Über mich
Ich wurde in Basel geboren und lebe hier. Ich habe Bildende Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel studiert und mich dort hauptsächlich der Malerei gewidmet. Heute arbeite ich in einem Atelier im Kleinbasel und als Lehrperson auf Primarstufe. Nach einer längeren künstlerischen Schaffenspause habe ich 2016 die Keramik entdeckt, ursprünglich mit dem Gedanken, mein eigenes Geschirr im Giessverfahren herzustellen. Diese ersten Experimente mit dem Material Ton weckten das Interesse, mich tiefer mit dem Handwerk zu beschäftigen. Ich kaufte mir eine Töpferscheibe, besuchte einen Wochenendkurs und vertiefe seitdem mein Wissen und die Technik selbstständig anhand der Ressourcen im Internet und der sozialen Medien.
Der Fokus meiner Arbeit mit Ton richtet sich auf die Herstellung von Keramik für den täglichen Gebrauch. Funktionalität und eine einfache, klare Formsprache stehen dabei im Zentrum.
Kunst als Ressource
Mit der rasanten Entwicklung von KI stellt sich die Frage, warum man sich heute überhaupt noch die Hände schmutzig machen soll, wenn Kunst und Kunsthandwerk zukünftig gleichwertig, wenn nicht sogar besser von Maschinen hergestellt werden kann. Ich habe die tiefe Überzeugung, dass künstlerische und kreative Betätigung auf uns Menschen eine heilsame Wirkung hat. Gerade in unserer stark rational und leistungsorientiert geprägten Gesellschaft braucht es Räume, in denen sich der Mensch sinn-, zweck- und bewertungsfrei gestalterisch ausdrücken kann. Frei von Druck und losgelöst von der Hochgeschwindigkeit unserer Gesellschaft eröffnet ein solcher Raum die Möglichkeit, den Zugang zu den eigenen Gefühlen, Gedanken und Empfindungen zu stärken und persönliche Überzeugungen auf einer anderen Ebene als der sprachlichen wahrzunehmen und zu reflektieren. Schöpfung von kreativer Energie und dadurch empfundene Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns, intensive Beschäftigung mit eigenen Vorstellungen, Gedanken und Bildern, Unterstützung von Verarbeitungs- und Bewusstwerdungsprozessen und ein womöglich dahin einhergehender Erkenntnisgewinn können gewinnbringende Folgen einer solchen Auseinandersetzung sein.
Vision
Diese Überzeugungen haben schliesslich dazu geführt, im Rahmen meiner derzeitigen Ausbildung zum Kunsttherapeuten meine Erfahrungen aus Kunst und Pädagogik zu verbinden, um Menschen in Krisen und schwierigen Lebenssituationen zu begleiten. Meine Vision ist eine Werkstatt, in der sich Menschen wohlfühlen, sich entschleunigt durch die Arbeit mit Keramik und anderen Medien ausdrücken können und dabei therapeutisch begleitet werden.

